Zahlen und Fakten

 

           

Basisdaten

Bundesland:

Bayern

Regierungsbezirk:

Schwaben

Landkreis:

Donau-Ries

Verwaltungs­gemeinschaft:

Wallerstein

Höhe:

425 m ü. NHN

Fläche:

14,18 km2

Einwohner:

1216 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:

86 Einwohner je km2

Postleitzahl:

86747

Vorwahl:

09087

Kfz-Kennzeichen:

DON, NÖ

Gemeindeschlüssel:

09 7 79 176

Adresse der Verbandsverwaltung:

Weinstr. 19
86757 Wallerstein

Website:

www.maihingen.de

Bürgermeister:

Franz Stimpfle

 
                                             

Geografie

Maihingen liegt im Nördlinger Ries und ist Teil der Planungsregion Augsburg.

Es existieren die Gemarkungen Maihingen und Utzwingen.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1251. Maihingen war im Besitz des Klosters Zimmern und der Grafen von Oettingen-Oettingen, später der Fürsten von Oettingen-Wallerstein und Oettingen-Spielberg und gehörte seit 1803 zum Fürstentum Oettingen-Wallerstein. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Utzwingen eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 1069 Einwohner[2]
  • 1970: 1049 Einwohner[2]
  • 1987: 1043 Einwohner
  • 1991: 1136 Einwohner
  • 1995: 1215 Einwohner
  • 2000: 1224 Einwohner
  • 2005: 1241 Einwohner
  • 2010: 1229 Einwohner
  • 2015: 1215 Einwohner
  • 2018: 1216 Einwohner

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Franz Stimpfle (Wählergruppe Franz Stimpfle). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Franz Zekl (Wählergemeinschaft).

Gemeinderat

Nach der Wahl 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder, vier Sitze für die Wählergemeinschaft Utzwingen, acht Sitze für die Wählergemeinschaft Maihingen.

Sehenswürdigkeiten

Klosteranlage Maihingen

Das Kloster Maihingen ist ein ehemaliges Minoritenkloster. Seit dem 1. Oktober 1984 ist es Sitz des Katholischen Evangelisationszentrums (KEM). Hier finden Kurse und Seminare zur Erneuerung und Vertiefung des Glaubens und zur Mitarbeiterschulung statt. Das KEM wird getragen von der Gemeinschaft Lumen Christi.

Klosterkirche

Sehenswert sind hier vor allem der klassizistische Tempietto in der Eingangshalle der Klosterkirche Maria Immaculata. Er wurde geschaffen von dem Augsburger Bildhauer Ignaz Ingerl und stand ursprünglich im Park von Schloss Hohenaltheim als Denkmal für Maria Theresia Prinzessin von Thurn und Taxis (1757–1776), die erste Frau von Fürst Kraft Ernst von Oettingen-Wallerstein. In der Kirche befindet sich auch das Grabmal für Graf Philipp Carl von Oettingen-Wallerstein (1722–1766). Es wurde 1789 ebenfalls von Ignaz Ingerl gebaut mit einem qualitätvollen Bildnis-Medaillon an einer Pyramide, die sich auf einem Sarkophag erhebt. Ebenfalls in der Kirche befindet sich eine Barockorgel, erbaut von 1734 bis 1737 von J. M. Baumeister, die bezüglich Stimmung und Intonation weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Restauriert wurde die Orgel von 1988 bis 1990. Unter der Orgelempore ist ein in drei Ebenen gestaffeltes Heiliges Grab aus dem Jahre 1723 aufgebaut.[3]

 

Museum KulturLand Ries

Seit 1984 gibt das Museum KulturLand Ries (ehemals Rieser Bauernmuseum Maihingen), eine Einrichtung des Bezirks Schwaben, Einblicke in die Volks- und Alltagskultur des Nördlinger Rieses. In zwei barrierefreien Gebäuden einer ehemaligen barocken Klosteranlage gibt das Museum vielfältige Einblicke in das ländliche Leben:

Seit Sommer 2015 kann ein spannender Streifzug durch 300 Jahre Alltagskultur im Ries unternommen werden. Die moderne Gestaltung mit reichem Bildmaterial und interaktiven Multimediastationen rückt die originalen Sachzeugnisse ins rechte Licht. Im Mittelpunkt stehen die Themen Wohnen und Haushalt, Waren und Werbung, Kleidung, Kindheit und medizinische Betreuung. Hingucker sind ein Krämerladen und eine Milchhandlung aus den 1920er Jahren, eine Arzt- und Zahnarztpraxis sowie ein Friseursalon aus der Zeit um 1950/60. Die Gans Marie führt die jüngeren Besucher auf einem speziellen Kinderpfad durch die Ausstellung.

Das Ries war eine Kornkammer Bayerns, deshalb liegt ein Schwerpunkt des Museums auf der bäuerlichen Arbeit. Die abwechslungsreich gestaltete Ausstellung in der „Klosterökonomie“ (erbaut 1783/85) spannt einen Bogen über 150 Jahre Landwirtschaft. Neben den Objekten vermitteln historische Fotos, Videofilme, Inszenierungen, Hörbeispiele und Modelle zum Ausprobieren den Wandel der Rieser Landwirtschaft von 1800 bis 1950. Passend dazu wird ein kleines Museumsfeld mit historischen Nutzpflanzen bestellt, etwa Flachs, Dinkel oder heute verschwundenen Kartoffelsorten.

Regelmäßige Sonderausstellungen, Veranstaltungen wie das Schnitter- und Kartoffelfest mit handwerklichen und bäuerlichen Vorführungen oder Volksmusik sowie Mitmachaktionen für Schulklassen und Kindergruppen gehören zum vielseitigen Angebot.

Weitere Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
  • Pfarrkirche St. Georg in Utzwingen
  • Aussichtspunkt Schöner Berg bei Utzwingen
  • Bei einer zu Fuß erreichbaren alten Linde besteht Aussicht über die Landschaft des Nördlinger Ries.

Lehrpfade

  • Wasserwirtschaftlicher Lehrpfad

Im Rahmen der in den Jahren 1993 bis 1996 durchgeführten Hochwasserfreilegung, Dorferneuerung und Flurbereinigung von Maihingen konnte auch der wasserwirtschaftliche Lehrpfad entlang des Baches Mauch hergestellt werden. Das Bachbett wurde breit und krümmungsreich angelegt. Die Ufer wurden flach und buchtenreich oder auch steil gestaltet. Der natürlichen Längsgliederung des Bachbettes dienen Aufweitungen, Verengungen, Uferbuchten, Ufervorsprünge und vereinzelt tiefere Kolke, die dem Gewässer ein sehr naturnahes Erscheinungsbild verleihen. Die im Ortsbereich neu angelegten Spazierwege ermöglichen es, die gewässertypische Flora und Fauna zu erleben, die sich bereits nach kurzer Zeit entlang der ausgebauten Gewässerstrecke eingestellt hat. Die Gehölzpflanzungen, Uferröhrichte und Krautsäume binden die Mauch nicht nur in ihre Umgebung ein, sondern bieten auch dem noch ansässigen, seltenen Großen Brachvogel und vielen Tier- und Pflanzenarten der Feuchtgebiete neuen Lebensraum.

  • Lehrpfad „Flur und Dorf“

Den Flur- und Dorflehrpfad Maihingen haben der Verein Rieser Bauernmuseum, der Bezirk Schwaben als Träger des Rieser Bauernmuseums und die Gemeinde Maihingen in einer Gemeinschaftsaktion im Jahr 2000 in und um Maihingen anlegen lassen. Er führt, beginnend beim Museum, durch das reizvolle Mauchtal bis zur langen Mühle, um den Klosterberg und wieder zurück nach Maihingen zu den Sehenswürdigkeiten der Ortschaft. Der Flur- und Dorflehrpfad Maihingen beschreibt außerhalb der Ortschaft im geologischen Bereich fünf interessante Riesgesteinsaufschlüsse. Landwirtschaftliche Kulturen können an den Feldern, obstbauliche an den Streuobstwiesen kennengelernt werden. Der Lehrpfad führt auch an Wäldern und Trockenrasen wie auch an den Feuchtgebieten der Mauchauen vorbei. In der Ortschaft Maihingen kommen geschichtliche und ökologische Gedanken zur Geltung. Der Ausgangspunkt mit Informationen über den Lehrpfad befindet sich im Bereich der Klosterökonomie des Rieser Bauernmuseums. Die Teilstrecke entlang der Mauch ist 1,6 km lang, der Weg um den Klosterberg herum 1,2 km und der Dorflehrpfad selbst 2,5 km lang.

 

Baudenkmäler

Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Maihingen

 

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

2016 gab es nach der amtlichen Statistik am Arbeirtsort 146 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Am Wohnort gab es 528 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, so dass 2016 die Zahl der Auspendler um 382 höher war als die der Einpendler. Von den Einwohnern waren 2016 insgesamt 15 Personen arbeitslos.  2016 gab es 38 landwirtschaftliche Betriebe.

 

Bildung

 Kindertagesstätte "Kleine Freunde"

Grundschule Maihingen/Marktoffingen

 

Söhne und Töchter von Maihingen

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