Jahresrückblick 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Ein in vielerlei Hinsicht ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Jeder wird für sich und sein Umfeld Bilanz ziehen und sich dabei Gedanken machen über die Veränderungen, die im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Bereich eingetreten sind.

Unsere Gemeinde hat im abgelaufenen Jahr keine gravierenden Veränderungen erfahren. Alle Entscheidungen des Gemeinderates waren trotz einer guten finanziellen Haushaltslage die Folge gründlicher Abwägungen, die sowohl die Notwendigkeit als auch die Machbarkeit immer im Auge hatten.

So gingen der Entscheidung, unseren über 30 Jahre alten Kindergarten zu sanieren und den aktuellen Erfordernissen anzupassen, viele Gespräche und Diskussionen voraus. Letztendlich entschied sich das Gremium für einen trotz Förderung -auch durch gesetzliche Vorgaben- aufwändigen Umbau. Es ist eine nützliche Investition in die Zukunft, von der neben unseren Kindern und den Familien langfristig auch unsere Gemeinde profitieren wird. Nach jetzigem Kenntnisstand wird die sanierte Kindertagesstätte Januar 2017 fertig sein. Der Kindergartenbetrieb wird parallel zu den Umbaumaßnahmen durchgeführt werden können.

Die Glasfaseranbindung an das schnelle Breitbandnetz schafft für unser Gewerbegebiet nicht nur eine zukunftsfähige Infrastruktur sondern sichert auch auf lange Sicht den für Gewerbetreibende wichtigen Bedarf an schnellem Internet. Finanziell hielt sich diese Investition für unsere Gemeinde durch die 80-prozentige Förderung der Staatsregierung in Grenzen.

Auch aus ökologischen Gründen entschied sich der Gemeinderat, alle Straßenlampen in unseren Siedlungen mit LED-Leuchten zu versehen. Für die in diesem Umfang nicht unbedingt notwendige Investition sprachen auch die Einsparungen im Energieverbrauch.

Erfreulicherweise entscheiden sich viele junge Leute, sich in unserer Gemeinde sesshaft zu machen – sowohl im Ortskern als auch in den Neubaugebieten. Somit konnten in den letzten Jahren doch eine ganze Reihe von gemeindlichen Bauplätzen verkauft werden.

Unser diesjähriger Besuch in der französischen Partnergemeinde Farbus war wieder einmal sehr geprägt von Herzlichkeit und Freundschaft. Unsere Gastgeber stellten ein äußert interessantes Programm zusammen. Höhepunkte waren dabei der vom Musikverein musikalisch umrahmte Gottesdienst in der Basilika auf der Lorettohöhe, die feierliche Kranzniederlegung am dortigen Kriegerdenkmal, die Besichtigung des neuen Denkmals „Der Ring des Gedächtnisses“ und vor allem auch die Kranzniederlegung auf dem deutschen Soldatenfriedhof Neuville St Vaast.

Seit mehr als einem Jahr leben nun schon unsere internationalen Gäste im Kloster. Was für viele Gemeinden im Landkreis noch Neuland bedeutet, ist für uns inzwischen schon Alltag. Großes Lob, Dank und Anerkennung gebührt allen, die sich für eine möglichst schnelle Integration der Asylbewerber einsetzen: den Mitarbeitern im Kloster, den ehrenamtlichen Betreuern und Helfern, den Erzieherinnen in unserer Kindertagesstätte und dem Lehrerkollegium an unserer Grundschule.

Wie jedes Jahr sorgten unsere Vereine für ein abwechslungsreiches Programm. Neben den typischen Aktivitäten der einzelnen Vereine feierte der Kaninchenzuchtverein Maihingen sein 50-jähriges Gründungsjubiläum und der Musikverein lud zum Bezirksmusikfest nach Maihingen ein.  Zahlreiche Besucher dankten dem Verein für ein bestens organisiertes und nachhaltig in Erinnerung bleibendes Fest, bei dem alle Gäste durch ein abwechslungsreiches Programm auf ihre Kosten kamen.

Das Rieser Bauernmuseum, unter Trägerschaft des Bezirkes und inzwischen umbenannt in Museum KulturLand Ries, setzte mit der Modernisierung des alten Brauhauses neue Maßstäbe bezüglich Wissensvermittlung und Kulturpflege. Landrat Stefan Rößle veranlasste dies, das Museum als „Leuchtturm“ unter den schwäbischen Museen und Maihingen als „nördliche kulturelle Mitte“ zu bezeichnen.

Nach monatelanger aufwendiger Außen- und Innensanierung war die Wiedereröffnung der Pfarrkirche in Maihingen ein besonderes Ereignis für die ganze Gemeinde. Allen Beteiligten gebührt große Anerkennung für die gelungene Sanierung.

Mein herzlicher Dank geht an alle, die im abgelaufenen Jahr wieder das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde mitgestaltet und bereichert haben. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer in Kirche und Vereinen. Unserem Pfarrer Jürgen Eichler und seinen Mitarbeitern, den Angestellten in der Gemeinde und dem Gemeinderat danke ich für ein stets gutes und vertrauensvolles Miteinander.

Ich wünsche uns eine gesegnete Zeit.

Ihr Bürgermeister

Franz Stimpfle

 

 

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