Gedenk-Veranstaltungen für Erzbischof Dr. Josef Stimpfle

Anlässlich seines 100. Geburtstages am 25. März und seines 20. Todestagesam 12. September fanden folgende Veranstaltungen statt.

 Samstag, 12. März 2016, 19.00 Uhr

W.A. Mozart Requiem für Soli, Chor und Orchester, KV 626  in der Klosterkirche Maihingen

 In Erinnerung an das 100. Geburtsjahr des in Maihingen geborenen Augsburger Erzbischofs Joseph Stimpfle führten der Kammerchor und das Bachorchester Oettingen das „Requiem“ von W. A. Mozart auf. Die Chorpartien wurden von Heidrun Michel-Janu einstudiert. Als Gesangssolisten wirkten mit: Anna Feith (Sopran), Nora Meyer (Alt), Stefan Schneider (Tenor), Elias Wolf (Bass). Foto Ernst Mayer

Die Klosterkirche in Maihingen ist mit ihrer barocken Ausgestaltung nicht nur eine architektonische Kostbarkeit, sondern auch ein geistlicher Mittelpunkt als ehemalige Wallfahrtskirche. Dies wurde noch besonders betont durch die Berufung des in Maihingen geborenen Joseph Stimpfle zum Erzbischof von Augsburg, der dieses Amt von 1963 bis 1996 bekleidete. Zu seinem 100. Geburtsjahr und im 20-jährigen Gedenken an sein Sterbejahr brachten der Kammerchor Oettingen und das Bachorchester Oettingen das „Requiem“ W. A. Mozarts zur Aufführung. Im Namen der Gemeinde Maihingen gedachte Bürgermeister Franz Stimpfle des gefeierten Sohnes seiner Gemeinde und dessen Bedeutung für die Diözese Augsburg und ihre Gläubigen, eines Maihingers, der sich stets bewusst gewesen sei, wo seine familiären Wurzeln lagen.
Mozarts Requiem passte nicht nur für dieses Gedenken, weil es komponiert wurde, als das Kloster noch die letzten Jahre seiner ursprünglichen religiösen Bestimmung erlebte, und in dem barocken Rahmen eine musikalische und räumliche Homogenität darbot. Dies beeindruckte ein auch noch den letzten Platz beanspruchendes Auditorium, das am Schluss einen kaum enden wollenden Applaus spendete. 
Das war der erste Eindruck der Aufführung von Mozarts „Requiem“ mit dem von Heidrun Michel-Janu einstudierten Kammerchor Oettingen unter der Leitung von Günter Simon. Der Dirigent nahm die Tempi ausgesprochen straff, sein Chor folgte ihm mit wachem, sehr engagiertem Einsatz, nicht minder die Instrumentalisten des Oettinger Bachorchesters mit einem sehr flexiblen Streicherensemble, einfühlsamen Blech- und Holzbläsern und einem gefühlvollen Paukisten.
Das berühmte, vielstrapazierte und wegen seiner posthumen Vollendung geheimnisumwitterte Werk erklang hier in einer frischen Fassung. Im Tempo bevorzugte Simon eine zeitgemäße Auffassung. Schon der Anfang des Requiems machte hellhörig. Das war nicht weihevoll und bedeutungsschwanger zelebriert, federnd und vital ging es dahin.
Und in der Tat ist Mozarts Musik kein Hintergrund zu sanftem Meditieren, sondern temperamentvoll, bewegend, ja erregend. Sehr deutlich trat dies im „Dies irae“ und im „Tuba mirum“ mit dem eindrucksvollen Posaunensolo hervor, insgesamt vermied die Aufführung stets jeden frömmelnd-beschaulichen Ton. Mit etwas größerer Textpräzision wären die Konturen gewiss noch schärfer gewesen. Die Dominanz des Chorsoprans in hohen Lagen und die gelegentlichen rhythmischen Schwankungen schmälerten nicht den Eindruck eines einheitlichen Zusammenklangs und einer aufmerksamen Präsenz.
Dem Solistenquartett gab Elias Wolf ein volles, warm tönendes Bassfundament, Anna Feith beeindruckte mit ihrem strahlenden Sopranpart. Nora Meyer, mit ihrer klangvollen Altstimme, und Stefan Schneider mit einem schlanken Tenor vertraten souverän die Mittelstimmen, sodass die Quartettpassagen zu besonderen Höhepunkten gerieten.
Die Aufführung bot einen sehr geschlossenen Eindruck, war klangmächtig und musikalisch ausgesprochen lebendig und bildete eine würdige Erinnerung an den bischöflichen Jubilar Joseph Stimpfle.

                 Mozart.Requiem.Bass      Mozart.Requiem.Bachorchester       Mozart.Requiem.Solistenquartett

                    Mozart.Requiem.Klosterkirche

 

Samstag, 19.03.2016, 09.30 Uhr

Pontifikalgottesdienst im Hohen Dom zu Augsburg mit Weihbischof Grünwald

Mitwirkende: Augsburger Domsingknaben und die Musikkapelle Maihingen

Mittwoch, 27.04.2016

Vortrag im ehemaligen Pfarrhaus in Utzwingen (im Rahmen der Rieser Kulturtage)

"Das christliche Leben als Verherrlichung Gottes", Erzbischof Dr. Josef Stimpfle als Bibeltheologe

Referent: Prof. Dr. Alois Stimpfle

Donnerstag, 28.04.2016

Vortrag im Kloster Maihingen (im Rahmen der Rieser Kulturtage)

"Verherrlichung Gottes ist der lebendige Mensch" (Irenäus von Lyon) Erzbischof Dr. Josef Stimpfle als Charismatiker

Referent: Prof. Dr. Alois Stimpfle

Samstag, 07.05.2016

Kirchenkonzert in der Klosterkirche Maihingen (im Rahmen der Rieser Kulturtage)

Aufführung durch die Musikkapelle Maihingen

Samstag, 16.07.2016

Sonntag-Vorabendmesse, gestaltet von der Musikkapelle Maihingen

Gedenk-Gottesdienst für Erzbischof Dr. Josef Stimpfle und 40jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer Franz Götz

 

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